Minderung von Verkehrslärm

Da die Lärmbelästigung entlang den Hauptverkehrsstraßen in Geisenfeld über der als gesundheitsgefährdeten geltenden Grenze von 60dB(A) liegt, zeigt der Auszug aus dem Lärmkataster des Umweltatlas Bayern. Hier besteht daher dringender Handlungsbedarf.

Karte Lärmentwicklung in Geisenfeld
Karte Lärmentwicklung in Geisenfeld

Was aber kann hier der einzelne Verkehrsteilnehmer tun? Im Straßenverkehr unabdingbar
ist die gegenseitige Rücksichtnahme auf andere. Diese sollte jeder Verkehrsteilnehmer
auch in Bezug auf unnötige Lärmemission an den Tag legen: Unnötige Fahrten können
vermieden werden, auf lärmproduzierende Sportauspuffe oder Tuninganbauten kann man
vielleicht auch verzichten. Diese sind für die Umgebung ziemlich „uncool“, ebenso wie
„Kavalierstarts“ oder ähnliche, hochtourige Beschleunigungs- und Abbremsprozesse. Auch
überhöhte Geschwindigkeit erhöht die Lärmbelastung für die Anwohner*innen deutlich,
vom Sicherheitsrisiko ganz zu schweigen.
Bei manch rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern lässt sich solch ein Verhalten
erfahrungsgemäß nur mit Verboten und Kontrollen durchsetzen, Einsicht und Rücksicht sind
die besseren Voraussetzungen für ein lebendiges Miteinander.

So könnte eine Lärmtafel in der Regensburger Straße aussehen
So könnte eine Lärmtafel in der Regensburger Straße aussehen

Die Wirkung von Lärm auf Menschen

 

Psychophysische Auswirkungen

  • Ab 25 bis 30 dB(A) wird bereits die Erholsamkeit des Schlafes als gestört empfunden.
  • Bei Pegeln ab 40 bis 45 dB(A) können sich die Schlafstadien ändern.
  • Bei Werten unter 60 dB(A) wird von (erheblichen) Belästigungen gesprochen.
  • Ab einer Dauerbelastung von 60 bis 65 dB(A) spricht die Lärmwirkungsforschung von einer gesundheitlichen Beeinträchtigung.

Gesundheitliche Folgen

  • Stress und Nervosität als Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen, z.B. Herzinfarkt
  • üble Laune, Ärger, Ohnmachtsgefühle
  • Erhöhung des Medikamentenkonsums
  • Minderung der Lernfähigkeit
  • Störung der Schlafqualität
  • Beeinträchtigung des Lebensgefühls
  • Zunahme der Fehleranfälligkeit
  • Zunahme von Depressionen

(Quelle: BMU, Quelle: https://www.lfu.bayern.de/ laerm)

Das angestrebte LKW-Durchfahrverbot oder auch die Umsetzung der Umgehungsstraße wären für Geisenfeld ein erster wichtiger Schritt für die Minderung von Verkehrslärm.

Dies würde die Basis bilden für weiterführende Maßnahmen, wie z.B.

 

  • Überarbeitung des Verkehrskonzepts
  • Schaffung von Verkehrswegen von alternativen Verkehrsmitteln, wie z.B. Fahrräder E-Bikes, Lastenfahrräder, E-Roller, etc. innerhalb der Stadt.
  • Aufstellen von Lärmtafeln, umso die Bürger für Verkehrslärm zu sensibilisieren.